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Legionellen im Warmwasser des Museum Ludwig - Erhöhte Werte kamen bei Routineuntersuchung ans Licht

stadt Köln LogoDie Stadt Köln hat die Warmwasserversorgung im Museum Ludwig und in der Philharmonie vorübergehend außer Betrieb genommen. In den vergangenen Wochen waren die Leitungen in sämtlichen Museen der Stadt Köln überprüft worden. Die Untersuchung ergab erstmalig erhöhte Werte an Legionellen im warmen Wasser der beiden Häuser Die regelmäßige Überprüfung schreibt die deutsche Trinkwasserverordnung in ihrer aktuellen Fassung vor. Als Konsequenz aus dem Ergebnis schaltete die Bauabteilung der Museen die Warmwasserversorgung sofort ab. 

Legionellen können die Legionärskrankheit verursachen, eine gefährliche Erkrankung der Atemwege. Sie kommen dort vor, wo warmes Wasser optimale Bedingungen für ihre Vermehrung bietet. Die Übertragung von Legionellen durch Kontakt mit Leitungswasser ist möglich, wenn sie in die tiefen Lungenabschnitte gelangen. Doch nicht jeder Kontakt mit Legionellen-haltigem Wasser gefährdet die Gesundheit. Erst das Einatmen als Aerosol zum Beispiel beim Duschen oder bei Klimaanlagen kann zur Infektion führen. Das Trinken von Legionellen-haltigem Wasser bringt dagegen für Personen mit intaktem Immunsystem keine Gesundheitsgefahren mit sich. 

In den Mitarbeiter- und Künstlerduschen des Museum Ludwig und der Philharmonie steht jetzt nur noch kaltes Wasser zur Verfügung. Sterilfilter sind bestellt, sie werden voraussichtlich am kommenden Donnerstag, 3. Juli 2014, geliefert und montiert. Danach stellt das Kulturdezernat das warme Wasser für die Duschen wieder an. 

Bereits Anfang des Jahres hat die Bauabteilung der Museen begonnen, die Sanierung der Warmwasserversorgung für Museum Ludwig und Philharmonie zu planen. Sie sieht eine Verkleinerung des Vorrats an warmen Wasser und die Anhebung von dessen Temperatur vor. Damit erfolgt gleichzeitig eine thermische Desinfektion des Leitungssystems. Die Ausschreibung ist in Vorbereitung, die Sanierung dauert etwa vier Monate. 

Die Untersuchung der Wasserversorgung in den städtischen Museen hat darüber hinaus im Museum für Ostasiatische Kunst und im Kölnischen Stadtmuseum eine unbedenkliche Belastung durch Bakterien ergeben, die umgehend durch die Spülung der Leitungen und den Austausch von Armaturen beseitigt wurde. Bei allen übrigen Museen ergab die Wasseruntersuchung keinen Befund.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Stefan Palm / http://www.stadt-koeln.de