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Zanders Projekt: The Space - Britta Lieberknecht Dancers & Musicians eröffnen dieses Jahr den Kultursommer Bergisch Gladbach

Zanders Projekt Britta Lieberknecht Foto Luise FlueggeBritta Lieberknecht Dancers & Musicians eröffnen dieses Jahr den Kultursommer Bergisch Gladbach erneut mit einem außergewöhnlichen Tanzereignis.

Mit ihrem Sextett zeigt Britta Lieberknecht im Kalandersaal auf dem Zanders – Areal (ehemalig Papierfabrik Zanders) eine Tanz – und Musikperformance, die aus der Architektur und ihrer Atmosphäre schöpft. In der eigens für die denkmalgeschützte Lagerhalle entwickelten Performance spielen Klänge eine tragende Rolle. In der besonderen Akustik mit einem fast viersekündigen Nachhall übertragen sich feinste Geräusche über weite Distanzen. Die beiden Musiker - Meister ihrer Instrumente - bespielen den Raum gemeinsam mit vier ausdrucksstarken Tänzerinnen, die ebenfalls ihre Stimmen,

Bewegungsgeräusche und Bodypercussion einsetzen. Im industriekulturellen Ambiente des ca. 55 m langen Saales des Industrie – und Architekturdenkmals und der angrenzenden Durchfahrhalle schaffen die Performer klanglich und visuell ein einzigartiges Erlebnis.

Zanders Projekt: The Space
Tanz- und Musikperformance

Britta Lieberknecht Dancers & Musicians

PREMIERE: Sa 1. August 2026 um 16 Uhr

Eröffnungsveranstaltung des Kultursommers Bergisch Gladbach 2026

Zanders - Areal
An der Gohrsmühle 25
51465 Bergisch Gladbach

Eintritt frei
Treffpunkt 16 Uhr vor der Pförtnerloge
Zugang barrierefrei

www.britta-lieberknecht.de

Britta Lieberknecht
„Mein Ansatz ist seit Beginn, aus der Begegnung von Tanz mit einem anderen Medium Funken zu schlagen.“

Nach einer klassischen Tanzausbildung in Düsseldorf lernte Britta Lieberknecht Körpertheater u.a. bei Grotowski, die Strasberg Methode bei Walter Lott in Berlin und studierte drei Jahre an der Merce Cunningham School und bei Protagonisten des postmodernen Tanzes in NYC. Seit 79 zeigt sie interdisziplinäre Tanzperformances. Ihre Arbeit mit der Stimme begleitet von Beginn an ihr künstlerisches Schaffen. In Brüssel war sie Tänzerin bei PLAN K/ Frédéric Flamand. Seit 1989 arbeitete sie mit dem physical actor Reinhard Gerum als „Britta Lieberknecht & Technicians“ zusammen, seit 1992 in Köln. Sie entwickelte eine enge Zusammenarbeit mit Musiker:innen als interagierende Performance-Partner:innen. 2007 - 2023 Choreografie/ Co Regie für das Kinder- und Jugendtheater Theater Monteure. Seit 2012 interpretiert sie mit „Britta Lieberknecht & Company“ choreografisch Alte und Neue Musik. Sie performt u.a. mitdem Aktionslabor PAErsche, dem Improvisatorium (Freejazz Formation) und dem Chaos Orchester des Ensemble Musikfabrik NRW. 2020 Mitbegründerin der interdisziplinären Performancegruppe PML. 2024 startete sie die Performance Serie LEISE SCHÄUMT DAS JETZT, ein Format für improvisierte Tanz- und Musikperformances. Ihre Stücke, Installationen, Filme
und Zeichnungen wurden auf vielen internationalen Festivals im In- und Ausland gezeigt, u.a. zur documenta 9, Akademie der Künste Berlin, Skulpturenmuseum Marl, Viper Luzern, The Place Theater London, Opera de Lille, Dies de Dansa Barcelona, Charleroi Danse Belgien, Theaterzwang, Tanzhaus NRW, ACHT BRÜCKEN Festival/Musik für Köln. Ihre Tanzproduktion VIBES wurde 2021 für den Kölner Tanztheaterpreis nominiert. 2009 gewann sie den Kölner Tanztheaterpreis mit BERÜHREN – ZERREISSEN.

Neus Barcons Roca schloss 2007 am EESA/CPD des Theaterinstituts Barcelona ihr Studium des zeitgenössischen Tanzes ab. Sie war Stipendiatin bei Jennifer Muller in NYC. 2012 graduierte sie in ihrer zweiten zeitgenössischen Tanzausbildung am SEAD (Salzburg) und nahm am BHODI PROJECT teil. Sie nahm am Research Programm von Ultima Vèz, Wim Vandenkeybus, teil und tanzte u.a. für Jelka Milic, Nigel Charnok und Ivan Schauvliege. Seit 2014 lebt sie in Brüssel. Sie performt und unterrichtet gemeinsam mit Matevz Dobaj in Brüssel, Gent, Barcelona und Slowenien.

Neus arbeitet mit Künstler:innen des Tanzes, Videotanzes, und der bildenden Kunst. Sie tanzt bei Britta Lieberknecht seit 2015, bei Mouvoir, Stephanie Thiersch seit 2019 in mehreren Produktionen, u.a. „Bilderschlachten“ und „Archipel“ sowie u.a. mit Karen Bößer, Nazanin Fakor und Isabella Soupart.

Maria Mercedes Flores Mujica ist venezolanische Tänzerin und arbeitet ausgehend von Köln. Sie hat einen BA in Zeitgenössischem Tanz am ZZT – Hochschule für Musik und Tanz Köln und einen MA in Sprachen/Übersetzung an der Universidad de Los Andes in Venezuela. Eingetaucht in die Erforschung eigentümlicher Kommunikationsformen wirft sie einen humorvollen Blick auf das Thema Postkolonialismus und andere vitale Themen und schafft eine eigene radikale Körpersprache. Sie beschäftigt sich mit traditionellen Formen von Weiblichkeit und bricht Strukturen auf, um das Weibliche zu feiern und zu heilen. Seit 2007 arbeitet sie mit Künstlern wie Willi Dörner, Constanza Ruiz, MD Kollektiv, Marina Abramović, Özlem Alkis, Alexandra Waierstall, Sophia Seiss, Michéle Murray, Coreoarte. Seit 2020/21 ist sie Mitglied der Compagnie Thor von Thierry Smits, Brüssel, seit 2021/22 bei Britta Lieberknecht. Als eine der vielversprechendsten Choreografinnen NRWs schuf sie u.a. „What, where and when are we?“, „ON:Joy“ und „Vacabose“. Sie war Residentin bei Pact Zollverein, TanzFaktur Köln, Tanzhaus NRW. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. Tanzrecherche NRW, wodurch die Recherche in Kairo für ihr Projekt „Deep into the Unheard Cosmologies“ und ihre aktuelle Recherche in Angola ermöglicht wurde.

Christiane Budden studierte zunächst an der Kölner Else-Lang-Fachschule für Musik, Tanz und Gymnastik. Anschließend Studium bei James Saunders (Tanzprojekte Köln) und an der Rotterdams Danceakademie. Von 1996-99 Fachschule für Sozialpädagogik, Freizeitpädagogik am Johan Michael Sailer Institut. 2005 schloss Sie eine Ausbildung zur Tanz und Bewegungstherapeutin ab.Sie tanzte ab 1992 u.a. mit dem Dance Cerciut Amsterdam Perron 2, bei Norma Raimondi Groupe Co-Incidence und Keith Ormand Performance in Köln. Anschließend schuf sie Soloperformances in Zusammenarbeit mit bildenden Künstler:innen, häufig für den AdK Bergisch Gladbach und die Künstler:innen - Kooperative der Grube Weiß. U.a. das Soloprojekt Timeless in Zusammenarbeit mit den Klangkünstler:innen Detlef Weigand und Manuele Klein im Kulturhaus Zanders, Bergisch Gladbach. Seit 2000 unterrichtet sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis zur Aufführung choreografischer Projekte mit der von ihr entwickelten Technik Human Dance, davon wurde ein generationsübergreifendes preisgekrönt. 2015 gründete sie die Laien-Tanzcompany Human Dance. Sie ist für die Jekitsstiftung, Kultur und Schule, sowie für die Offene Jazzhausschule in Köln tätig. Seit 2023 arbeitet sie mit Britta Lieberknecht in den Tanzperformances „á table“ und „Grenzen verschieben“ zusammen und ist Mitglied von PML.

John Edwards (Kontrabass, London) ist ein international gefeierter Improvisateur. Er trat 1990 erstmals mit Musikern wie Roger Turner, Lol Coxhill, Maggie Nichols oder Phil Minton auf. Mit seiner Formation The Pointy Birds spielte er für Tanztruppen wie The Cholmodeleys oder The Featherstonehaughs.

Ab 1990 war Edwards Mitglied von Formationen wie der Band God, B Shops for the Poor und The Honkies. Zudem spielte er in Londons Szene der improvisierten Musik, hatte Solo-Auftritte und arbeitete in der Duo-Formation The Great Explorers. Seit 1995 gehört John Edwards zu den aktivsten Musikern der Londoner Szene und spielt zwischen 150 und 200 Gigs im Jahr. Er war Mitmusiker von Evan Parker und arbeitete mit Tony Beaven, John Lloyd, Veryan Weston und Elton Dean, Michel Doneda, Paul Dunmall, Gerd Dudek, Hans Koch sowie Sunny Murray. Er spielte mit dem London Improvisers Orchestra, mit Michel Waiswsz und John Butcher sowie im Duett mit dem Perkussionisten Mark Sanders Nisus Duets und im Trio The Last Dream of the Morning mit Sanders und Butcher. Mit Paul Lovens und dem Posaunisten Paul Hubweber bildete er das Trio PaPaJo. Häufig tritt er im Duo mit Paul Hubweber auf. 2008 legte er mit Volume sein erstes Soloalbum vor. Mit Francois Carrier und Michel Lamber schuf er 2018 das Album Elements.

2020 wurde er gemeinsam mit anderen Musikern mit dem Instant Award in Improvised Music ausgezeichnet.

Paul Hubweber (Posaune, Stimme) ist ein einzigartiger Solist des improvisierten, zeitgenössischen Posaunenspiels. Er studierte bei Albert Mangelsdorff, Paul Rutherford, Günter Christmann, Radu Malfatti und George E. Lewis. Seit 1978 gibt er international Solokonzerte. Er leitet eigene Formationen u.a. PaPaJo mit Paul Lovens und John Edwards. Konzerte mit Paul Lytton, Peter Kowald, John Butcher u.v.a.

Paul Hubweber arbeitet seit Langem auch interdisziplinär, vielfach mit Tänzer:innen, u.a. mit Fine Kwiatkowski, Jean Sasportes, Uta Püttmann und Britta Lieberknecht. Mit ihr lotet er seit 1996 in Stücken und Improvisationsserien die interaktive und gleichberechtigte Partnerschaft von Musik und Tanz aus, häufig auch als physischer Partner. Er ist ebenfalls spartenübergreifend für Stadttheater und Filmproduktionen tätig. Die Interpretationen der Cellosuiten von J.S.Bach mit eigenem Ansatz sind wichtiger Bestandteil seiner Arbeit.     Im Performance Kollektiv PML entwickelt er mit Britta Lieberknecht und weiteren Künstler:innen verschiedener Genres eine raumbezogene Synergie von Klang, Geräusch, Stimme, Objekt und Bewegung.

Paul Hubweber ist regelmäßig auf internationalen Festivals wie documenta 8 (DE), Ars Electronica Linz (A), Experimental Media (NYC), CIEF Festival Kopenhagen, Pro Musica Nova Bremen etc. präsent

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